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Deutsche - ein Auslaufmodell?von Klaus Grohnwald und Susanne Strauss Im Jahr 2050 - so ruft die deutsche Unke - werden in Deutschland kaum mehr als 50 Millionen Deutsche leben. "Fein", so jubelt der Sarkast. Mehr Platz, weniger Müll, weniger Typen, die nerven. Bereits im Jahre 2035 soll die Hälfte der deutschen Bevölkerung älter als 50 Jahre sein. "Grausig", grummelt der Sicherheitsbedürftige."Oma zahlt das Altenteil für Opa und Opa zahlt für Großpapa. Ja ja, tempus fugit" murmelt der Restdeutsche und wirft einen weitsichtigen Blick in die Zukunft:
Kein Spielzeug, kein fröhliches Kindergebrabbel bei "Dingsda". Warum fehlt das Geräusch kleiner Tippelfüßchen im Freizeitpark Deutschland? Kinder, wo seid ihr? Spielt ihr Verstecken mit den Rentnern in spe? Seid ihr gar ins Rentenloch geplumpst? "Nein!" spricht die potenzielle Frau Mama. "Unser kleiner Rentenzahler ist noch im Entwurf." "Seit Jahren ist er fester Bestandteil unserer Familien- und Finanzplanung." So der planvolle Herr Papa, "Schon jetzt können wir uns ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen". Mutti und Vati haben noch jede Menge zu tun, bis die Anschaffung eines Kleinmenschen realisiert werden kann. Denn über dessen Verbrauch und laufende Kosten sollte man sich im Klaren sein. Eigentlich müsste man den Kleinmenschen spätestens nach zwei, drei Jahren austauschen. Danach wird er teuer. Sobald er auf andere Typen seines Baujahres trifft, benötigt er Zubehör. Der Kleinmensch, der Markenwindel gerade entwachsen, muss zeitgemäß kommunizieren. Das Handy im Händchen netzfunkt er seine "Gang" zur täglichen Trendforschung an. Telefoniere viel und mobil, lautet das Ergebnis, das ist in. Da der Großmensch sowohl das Marken- als auch Gesundheitsbewusstsein des Kleinmenschen fördern will, kauft er ihm Biodiesel-Jeans. Teuer aber hipp! So ein unbemarkter Knirps an der Hand kann peinlich werden. Zeige mir die Marken, die dein Kind trägt und ich sage dir, was für ein Mensch du bist. Also, gut überlegen, ob man sich so was zulegt. Hat man Pech, amortisiert sich der Kleinmensch nie. Manchmal erzielt man nicht einmal Kostendeckung. Sollte man vielleicht doch Verzicht üben, sich den Kleinmensch von der Backe putzen und die eingesparten Aufwendungen gleich in die eigene Altersvorsorge investieren? Aber was ist jetzt mit den kleinen Füßchen? Lassen wir sie doch nicht in unsere Zukunft tippeln? Aber wer hilft uns auf, wenn wir mit geborstener Krücke am Boden liegen? Lasst uns die verfallene Sesamstraße renovieren! Auf neuem Pflaster wirbt dann Graf Rentenzahl neue Restauratoren für das soziale Netz an. Ernie und Bert werden gefeuert, denn solch intellektuelle Buchstabenakrobaten behindern die Produktivität. Taten zählen, Worte quälen. Vergesst Babel und Pisa - sprengt die alten Türme! Baut aus den Trümmern ein neues deutsches Refugium. Es lebe der Nationalpark Deutschland. Wertvolle Hinweise für Eltern und solche, die es werden wollen,
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