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Über 5000 Geburtstagsgäste im Jüdischen Museumvon Mark Frantz Da gab es einen Grund zum Feiern: Das Jüdische Museum hat sich mit fast einer dreiviertel Million Besucher aus dem In- und Ausland seit der Gala-Eröffnung am 9. September 2001 als eine der herausragenden Publikumsattraktionen Berlins etabliert. Für den großen Erfolg bedankte sich das Museum, indem es ein buntes Programm aus Spielen, Musik, leckeren Spezialitäten und natürlich vielen Informationen zur deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur anbot. Genau 5440 Gäste waren der Einladung zur Geburtstagsparty gefolgt.
Zwölf Stunden lang - und bei freiem Eintritt - wurde ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt geboten: zum Mitmachen, Lernen, Schlemmen und Staunen. Bei traumhaftem Sonnenschein nutzten viele Familien den Museumsgarten, wo Kinder geschminkt wurden und ihre Namen in hebräischen Lettern auf T-Shirts malen konnten und wo Gaukler, Artisten und Live-Musik für festliche Stimmung sorgten. Höhepunkte des Tages waren die Einweihung des Mazze-Lehmbackofens im Beisein mehrerer Spender, die Verteilung der gigantischen Geburtstagstorten und die Auftritte des Sängers und Schauspielers Karsten Troyke, der Revolutionstexte und -lieder von 1848 vortrug.
Fast jeder vierte Besucher des Museums kommt aus Berlin, ein weiteres Viertel aus dem Ausland. Besonders freut sich die Museumsleitung über den großen Anteil junger Menschen bei den Besuchern, "da es schon bei der Konzeption des Museums ein wichtiges Ziel war, Kinder, Jugendliche und Twens anzusprechen". Die regelmäßig durchgeführten Umfragen zeigten, dass fast ein Drittel der Besucher zwischen 13 und 30 Jahren alt sei. "Das Interesse der Besucher gilt der Gesamtkonzeption des Museums, der deutsch-jüdischen Geschichte, der jüdischen Religion und der zum Wahrzeichen Berlins gewordenen Architektur von Daniel Liebeskind", so Eva Söderman von der Pressestelle des Museums. Seite der Eröffnung des Museums haben insgesamt weit über 5000 Gruppen die Angebote der Bildungsabteilung genutzt und die Ausstellung mit einer Führung besucht. Etwa 40 Prozent der an Themen orientierten Führungen werden von Schulklassen in Anspruch genommen. Großen Zuspruch finden auch die Ferienprogramme und Kinderführungen, die seit Anfang 2002 angeboten werden.
"Das Jüdische Museum gefällt den Besuchern", berichtet Eva Söderman. "65,3 Prozent von ihnen äußerten, dass das Museum ihnen ,sehr gut' und weitere 32,2 Prozent, dass es ihnen ,gut' gefallen hätte." Nur 2,5 Prozent hätten gesagt, dass ihnen das Museum weniger oder gar nicht gefallen hätte. Eva Södermann: "Dem positiven Gesamteindruck liegt zugrunde, dass 93 Prozent der Besucher die Ausstellungen interessant finden." Für 90,9 Prozent der Besucher seien die Ausstellungen informativ, für 80,8 Prozent abwechslungsreich, für 75,1 Prozent anschaulich und 72,6 Prozent fänden sie anregend. Selbstverständlich äußerten die Besucher auch Kritik: "Vor allem die langen Wege und die diffizile Orientierung im Gebäude und in der Ausstellung erschweren oft den Besuch." Weitere Informationen über das Jüdische Museum gibt es unter: www.jmberlin.de
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