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Trojaner - ein Computervirus?von Nada Savic, Jutta Reichel und Dieter Prokein Bei Personal-Computern waren die Trojaner jahrelang nicht in nennenswertem Umfang aufgetreten. Inzwischen besitzt jedoch neben den Geheimdiensten und Unternehmen fast jeder private Haushalt Zugang zum World Wide Web, und somit wird das Internet-System durch seine Komplexität immer unsicherer, mehr Systemschutzeinrichtungen müssen vorgenommen werden.
Zwei 16-Jährige haben auf verblüffend einfache Weise mit Hilfe eines manipulierten Programms - einem so genannten Trojanischen Pferd - die Zugangsdaten von Hunderten T-Online-Kunden in ihren Besitz gebracht. Angeblich ohne größere Programmierkenntnis haben die beiden Schüler die Daten von 600 Telekom-Kunden manipulieren können. Dies zeigt, wie unsicher dieses vernetztes weltweites Internetsystem ist. Infektionsquellen für Trojanische Pferde können beispielsweise Downloads von unbekannten oder nicht vertrauenswürdigen Quellen sein. In ausführbaren Programmen aller Art können Trojaner versteckt sein und werden bei deren Start aktiviert. Der "Fernsteuerer" des Trojaners hat volle Kontrolle über den Rechner des Opfers solange dieser online ist - es sei denn, das Opfer hat eine Firewall aktiviert. Dies ist eine Möglichkeit sich davor zu schützen. Unsicheres World Wide WebWenn zwei 16-Jährige auf einfache Weise das Zugangssystem zum größten deutschen Online-Dienst T-Online geknackt haben, muss das zu denken geben. T-Online-Chef Eric Danke sprach von einem "sehr ernst zu nehmenden Vorfall". T-Online werde seinen Kunden so schnell wie möglich einen Dekoder zur Verfügung stellen, der gegen den Hackerangriff nicht mehr anfällig ist. Da viele Kunden den Dienst als Plattform für Homebanking oder elektronischen Handel benutzen, dürfte der Hackerangriff weit reichende Konsequenzen haben. Was sind Trojanische Pferde?Trojanische Pferde sind Programme, die neben nützlichen auch schädliche Funktionen enthalten und diese unabhängig vom Computer-Anwender und ohne dessen Wissen ausführen. Im Gegensatz zu Computer-Viren können sich Trojanische Pferde jedoch nicht selbstständig verbreiten. Wie funktionieren Trojanische Pferde?Hierzu ist meist nur die Kenntnis des Kennwortes und der Anmeldename für den Zugriff erforderlich. Dieses wird heimlich installiert, beim Einloggen protokolliert und ermöglicht dann dem Angreifer die unberechtigte Nutzung. Der Password-Sniffer hat natürlich das Erscheinungsbild des normalen Login-Programms, so dass der berechtigte Anwender von der Manipulation nichts merkt. Je nach Art des Trojaners nimmt der Server auch mit seinem Besitzer per E-Mail Kontakt auf und übermittelt diesem bei jedem Onlinegang die aktuelle IP-Adresse des Opfers. Wie kann ich mich schützen?Zuerst einmal, indem man nichts auf seinem Rechner installiert, von dem man nicht genau weiß, woher es kommt. Des Weiteren hat man bedingten Schutz durch einen aktuellen Virenscanner, der verhindert, dass Programme ausgeführt werden können, die mit einem Trojaner infiziert sind. Die einzige Möglichkeit, einigermaßen wirkungsvoll zu verhindern, dass der Rechner bei Trojanerbefall missbraucht wird, ist der Einsatz einer Firewall (wie z. B. AT-Guard). Auch wenn der Trojaner auf dem Rechner installiert wurde, ist er noch so lange harmlos, solange er nicht von außen aktiviert wird. Quellen:
padeluun (PADELUUN@BIONIC.zerberus.de)
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