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Info-Sherlock, bitte ermitteln Sie!


von Susanne Strauß und Klaus Grohnwald

Seit rund zehn Jahren ist er auf der Fährte: Der Profi für Informationsrecherche und –bereitstellung. Um der zunehmenden Nachfrage nach immer spezielleren Informationen Herr zu bleiben, bediente sich der Profi vermehrt des Fachwissens anderer Profis. Wer von diesen Experten mit solidem fachlichen Background an den Markt ging, gehört heute zu den Gewinnern innerhalb dieser Branche. Derzeit sind vor allem Informationen aus dem Bereich Wirtschafts- und Finanzinformation gefragt. Die Findigkeit mancher Infobroker erweckt oft staunende Bewunderung aber – ein Infobroker ist kein Info-Hexer. Wie für jeden erfolgreichen Unternehmer entscheiden seine Fähigkeiten über Triumph oder Untergang. Die folgenden Qualitäten sollte er in jedem Falle haben:

Infobroker
Kombiniere … Intuition des altehrwürdigen Detektiven
und Fachkompetenz des Dr. Watson von heute
Montage: Susanne Strauß

  • Umfangreiche Kenntnisse über alle Informationsquellen, aus denen er schöpfen kann. On- und Offline-Datenbanken gehören hier natürlich zu den wichtigsten.
  • Die Begabung, rationelle und problemadäquate Recherchestrategien schnell zu entwickeln.
  • Der Umgang mit Datennetzen ist für ihn ein Heimspiel.
  • Seine Rechercheergebnisse treffen präzise den Wunsch des Kunden, die Präsentation ist professionell, optisch ansprechend und lässt möglichst keine Fragen offen.
  • Solide Englischkenntnisse sind ein Muss. Jede weitere Sprache hebt den Marktwert.
  • Betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse sind selbstverständlich.

Diese Liste zeigt, dass man nicht als Infobroker auf die Welt kommt, sondern neben einer ausgereiften Neugier auch einen starken Entwicklungswillen besitzen muss. Mit dem richtigen Ehrgeiz und einem an Sturheit grenzenden Durchhaltevermögen hat der werdende Infobroker durchaus viele Einstiegsmöglichkeiten. Eine Umfrage unter selbstä,ndigen Infobrokern ergab, dass nur drei von 17 Befragten eine für diese Tätigkeit berufsspezifische Ausbildung durchlaufen haben. Eine Chance für Quereinsteiger! Wer sich zwei Jahre im Geschäft behauptet, hat sogar die Möglichkeit, sich als Infobroker zertifizieren zu lassen. Die Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis e.V. bietet diese Möglichkeit allen Infobrokern an. Eine Fach- oder Hochschulausbildung ist hier nebensächlich – Hauptsache er oder sie versteht sein/ihr neues Geschäft und beweist Stehvermögen.

Wer jetzt glaubt, das Geschäftsfeld der modernen Spürnase sei nur etwas für Selbstständige, irrt. Einige Unternehmen wollen auf den Wissensvorsprung, der ihnen ihr eigener "Hausdetektiv" bietet, nicht mehr verzichten. Die geschätzte Zahl der in Deutschland fest angestellten Infobroker schwankt zwischen 1000 und 5000. Bleibt zu hoffen, dass die Dunkelziffer höher ist. Das Markt- und Entwicklungspotenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Wer allerdings darauf wartet, dass mehr deutsche Unternehmen die Vorteile eines aufgeweckten Wissensmaklers erkennen, begeht den Fehler vieler Spezialisten: Qualität spricht leider nicht für sich selbst. Der findige Daten-Sherlock von heute spürt den Informationsbedarf eines Unternehmens im Idealfall noch vor der Unternehmensleitung auf. Bevor ein Kind in den Brunnen fallen kann, weiß Sherlock, wie das Kind heißt, wo der Brunnen ist, wie tief er ist und wer ihn gebaut hat.

Die Aus- und Weiterbildungsbranche reagiert seit geraumer Zeit auf das wachsende Potenzial des Handels mit Wissen. Universitäten, Fachschulen sowie Aus- und Weiterbildungsinstitute bieten entsprechende Lehr- und Studiengänge an. Die Ausbildungsziele reichen dabei vom Informationswissenschaftler bis hin zum Fachangestellten für Medien und Informationsdienste, vom Direktstudium bis zum Fernstudium. Aber der erste Weg zum Infobroker ist der Klick auf die richtigen Links, zum Beispiel:

www.dgd.de

www.infobroker.de

www.wissensmanagement.net

 

 
   
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